Tarifvertrag einzelhandel verwaltung

Die Dynamik des sozialen Dialogs auf EU-Ebene im Bereich des Handels wird durch die hohe Zahl von Abkommen und anderen gemeinsamen Texten veranschaulicht, die von den Sozialpartnern unterzeichnet wurden, mit bemerkenswerten Beispielen aus jüngster Zeit: In den nordischen Ländern (Dänemark, Finnland, Schweden und Norwegen) vermittelt sich das allgemeine Bild von getrennten Konföderationen für verschiedene Berufsgruppen, typischerweise von Arbeitern, Angestellten und Berufs-/Akademikern, wobei die Abgrenzungslinien von Land zu Land unterschiedlich sind. Im Einzelhandel sind nur Gewerkschaften, die dem größten (im allgemeinen im Wesentlichen Arbeiter- und Angestelltenverband) angeschlossen sind, in Dänemark (einer einzigen Hauptgewerkschaft für Handel und Bürokaufwesen, HK) und Finnland (eine der wichtigsten Dienstleistungsgewerkschaften sowie einigen Mitgliedern der Gewerkschaft der Verkehrsarbeiter und einer Fachgewerkschaft für Handelsaufseher) stark vertreten. In Norwegen gibt es neben der dominierenden (hauptsächlich) Arbeitergewerkschaft (HK) zwei Angestellte, die bestimmte Gruppen im Einzelhandel vertreten, während es in Schweden bedeutende Gewerkschaften sowohl für Arbeiter (Handels) als auch für Angestellte (HTF) gibt, obwohl erstere deutlich größer ist. In einigen Ländern wurden die Ladenöffnungszeiten vor vielen Jahren dereguliert. Dies ist beispielsweise in Schweden der Fall, wo 1972 die spezifische Regelung der Ladenöffnungszeiten abgeschafft wurde und die einzige derzeitige Beschränkung ein generelles Arbeitsverbot während der Nachtstunden ist. In Frankreich wurden in den 80er Jahren flexiblere Regelungen (allerdings mit Einschränkungen bei der Sonntagsöffnung) und in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich Anfang der 90er Jahre erlassen. In Irland wurde die Praxis, sonntags zu öffnende Geschäfte zu öffnen und die Öffnungszeiten zu verlängern, Mitte der 1990er Jahre weit verbreitet. In diesen Ländern war die Deregulierung zu Beginn umstritten, aber diese scheint im Vergangenen Jahre verblasst zu sein. Die nach wie vor bestehenden Schwierigkeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf Vereinbarungen über zusätzliche Löhne für „unsoziale” Arbeitszeiten. In Frankreich bleibt die Debatte über die Zulassung der Öffnung an Sonn- und Feiertagen jedoch auf Druck großer Filialisten offen. Ziel dieser vergleichenden Studie ist es, die wichtigsten Herausforderungen zu untersuchen, denen sich die Sozialpartner im Einzelhandel in den europäischen Ländern sowie auf europäischer Ebene gegenübersehen, und die wichtigsten Trends in den Tarifverhandlungen und den Arbeitsbeziehungen zu ermitteln. Die Studie untersucht: Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Einzelhandels ist das große Lohngefälle zwischen Frauen und Männern, das auf den hohen Anteil von Frauen in Teilzeitarbeit und ihre Konzentration in Jobs mit niedrigem Status zurückzuführen ist.

Tabelle 5 zeigt das geschlechtsspezifische Lohngefälle im Einzelhandel, im Großhandel und in der Reparatur (NACE G), gemessen als Prozentsatz des Lohns von Männern. Bei den monatlichen Löhnen beträgt das geschlechtsspezifische Lohngefälle in Österreich bis zu 34 % und in den besten Fällen immer noch 17 % in Norwegen, Ungarn und Lettland. Wenn der Abstand gemessen wird, ist er immer noch sehr hoch – nur in Schweden könnte er mit -5 % als relativ gering angesehen werden. Schließlich sind in einigen Ländern bestimmte Arten von „atypischer” Beschäftigung im Einzelhandel relativ häufig, wie z. B. „Scheinselbstständigkeit” in Italien und Österreich, „Minijobs” (mit einem Gehalt von weniger als 400 EUR pro Monat) in Deutschland, Leiharbeit in Spanien und Schwarzarbeit in Dänemark. 2003 schloss das Kheel Center for Labor-Management Documentation and Archives mit der BLS einen Spendenvertrag für die gesamte historische Sammlung der BLS-Kollektivvertragsdatei, die damals in der National Archives and Records Administration untergebracht war. Die Vereinbarung wurde aktualisiert, als die Zuständigkeit für das Sammeln auf das OLMS übertragen wurde, und CBAs werden nun routinemäßig von diesem Büro auf das Kheel Center übertragen, etwa 5 Jahre nach ihrem Ablaufdatum.

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